Börsencrash

Schwerster Börsencrash seit Jahren in China

Hatten gerade die chinesischen Aktien und Aktienmärkte gerade noch im vergangenen Jahr einen massiven Anstieg von mehr als 67 Prozent für sich verbuchen können, so folgt nun schon der Chrash, denn leider war der Anstieg mehr oder weniger auf Pump finanziert.

Schwere Kursverluste an chinesischen Börsen

Am heutigen Börsentag mussten chinesische Börsen den schwersten Verlust seit Jahren verkraften, denn der Leitindex – der Shanghai Composite Index – fiel am heutigen Handelstag um etwa 7,7 Prozent. Damit verzeichnete die chinesische Börse den größten Minustbetrag seit dem Juni des Jahres 2008.Aber auch die anderen chinesischen Indizes müssen ein beachtliches Minus in Kauf nehmen, denn die chinesischen Behörden haben begonnen, die Kreditfinanzierung für Wertpapiere einzuschränken. Dies war das Startsignal für die Talfahrt, denn es schürte gleichzeitig die Angst der Anleger vor einem absoluten Endes des Börsenbooms. Allerdings muss hier unter Umständen damit gerechnet werden, das die Talfahrt noch nicht abgeschlossen und die Talsohle noch nicht erreicht ist.

Vom Hoch zum Tief

Dabei kam der große Crash für viele Experten durchaus nicht ganz von Knall auf Fall, denn der vorausgegangene Boom an den chinesischen Aktienmärkten war – wie oben bereits erwähnt – nahezu vollständig mit geliehenem Geld finanziert. Trotzdem konnten die betreffenden Börsen und Anleger mit dieser Strategie noch in den letzten Monaten und Wochen hohe Gewinne erzielen. Immerhin war der chinesische Index Shanghai Composite allein im vergangenen Jahr um satte 67 Prozent in die Höhe geschossen.Allerdings wurde diese Arbeitsweise der Anleger und Börsen den chinesischen Behörden nun doch zu heiß, so dass sie eine Kreditfinanzierung ganz konkret verboten und damit ein selten gesehenes Chaos an den chinesischen Aktienmärkten initiierten. Immerhin sehen die Behörden in dieser Kreditfinanzierung den Grund für mehr oder weniger exzessive Spekulationen, so dass von der Sperre vor allem die Kurse von Brokern und Kreditinstituten betroffen sind.

Welche Verluste sind konkret passiert?

So gaben alleine die Aktien der beiden größten chinesischen Broker um ganze 10 Prozent nach. Verschiedene Großbanken mussten dagegen Verluste in zweistelliger Prozenthöhe hinnehmen. Dabei wurden dann verschiedene wichtige Branchen ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen, so dass beispielsweise der Ölkonzern Petrochina ebenfalls einen Verlust von mehr als 7 Prozent hinnehmen muss.

Der Grund für das Desaster ist mehr oder weniger in der Entscheidung der chinesischen Regulierungsbehörde zu sehen, denn die hatte den Kapitalzufluss praktisch über Nacht gestoppt. Dieser war aber für den Kursanstieg verantwortlich, so dass nun die Talfahrt unausweichlich war. Wie es an den chinesischen Börsen nun weitergehen wird, bleibt also abzuwarten.

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