Börsen und der Handelstag

Weitere Konsolidierung an den Börsen

Auch der heutige Handelstag brachte den europäischen Börsen vorwiegend positive Bilanzen, denn nach wie vor konsolidieren die Börsen auch noch kurz vor Quartalsende in der Nähe des Jahreshochs. Allerdings ist auch zu erkennen, dass es derzeit keine wirklich schlagkräftigen Argumente gibt, die weitere Gewinne versprechen. Zudem werden viele Investoren anhand der nach wie vor immer wieder aufflammenden Störfeuer nervös, denn die geopolitischen Risiken in Osteuropa und Griechenland können nun einmal nicht weg oder auch nur schön geredet werden. Aber auch weitere schwelende Konflikte sind natürlich Störherde, denn als am Donnerstag bekannt wurde, das Saudi-Arabien gemeinsam mit diversen Verbündeten im Jemen Angriffe gegen die Huthi-Rebellen flog und dort Stellungen bombardierte, fielen die meisten Indizes am Nachmittag deutlich ab, wobei diese sich aber wieder erholen oder weitgehend erholen konnten.

Euro unterstützt europäischen Aktienmarkt

Wertvolle Unterstützung bekommen die europäischen Indizes allerdings durch einen Euro, der aktuell wesentlich leichter tendiert. Dabei schloss der Dax heute um nochmals 0,2 Prozent höher und bei einem Wert von 11.868 Einheiten. Aber auch der Euro-Stoxx-50 kann sich über einen weiteren Zuwachs um 0,3 Prozent freuen und ging mit einem Endstand von 3.679 Einheiten ins Wochenende. Allerdings muss auch angemerkt werden, dass es dem Euro als gemeinschaftlicher Währung nicht gelungen war, den Satz von 1,10 Dollar in nachhaltiger Form und dauerhaft zu überwinden, wobei es zudem als sehr wahrscheinlich gilt, dass die US-Notenbank im Laufe des Jahres noch die Leitzinsen erhöhen wird. Trotzdem halten viele Analysten eine neue und wesentlich höhere Stärke des Dollars für eher unwahrscheinlich und zerstreuen damit die Bedenken vieler Anleger.

Weiterer Druck für Rohstoffpreise?

Allerdings sollte auch berücksichtigt werden, dass die Aktien aus dem Ölbereich erneut auf Grund eines erstarkten Dollars und fallender Preise für Rohstoffe wieder verstärkt unter Druck geraten sind. Aber auch diverse Marktbewegungen sprechen natürlich gegen Investitionen im Bereich Rohstoffe, denn der US Activity Surprise Index hat einen der niedrigsten Stände seit fast sechs Jahren erreicht und gerade Großanleger entzogen dem Sektor seit Beginn des Handelsjahres fast 44 Miiliarden Dollar. Dies alles spricht eben nicht für weitere Investitionen in der Branche Öl und Gas.

Rohstoffwerte als Verlierer?

Im großen und ganzen kann also der Sektor der Rohstoffwerte durchaus auch als derzeitiger Verlierer gelten, denn ganz entgegen dem aktuellen Trend verlor er inzwischen wiederum ganze 1,8 Prozent. Ebenfalls einen Anschluss an diese Tendenz hat aber auch der Öl- und Gas-Sektor gefunden und notierte ebenfalls um 0,4 Prozent tiefer. Eine Erholung ist hier allerdings auch für die kommende Woche eher unwahrscheinlich.

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